Glossar
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Energie-Infrastruktur — kurz und verständlich erklärt. Diese Themen bilden das tägliche Arbeitsfeld der GS-Infra GmbH.
- Asset Management (Energieanlagen)
- Der kaufmännische und technische Betrieb von Energieanlagen über deren Lebensdauer — von der Überwachung des Anlagenzustands über Wartungssteuerung und Ertragsoptimierung bis zur Vertrags- und Erlösverwaltung. GS-Infra übernimmt Asset Management unter anderem für Speicher, Ladeparks, Geothermie- und Rechenzentrumsprojekte.
- Batteriespeicher (BESS)
- Ein Battery Energy Storage System speichert elektrische Energie und gibt sie bedarfsgerecht wieder ab. BESS stabilisieren das Stromnetz, gleichen die schwankende Erzeugung aus Wind und Sonne aus und ermöglichen Erlöse aus Regelenergie und Preisarbitrage.
- Due Diligence (Energieprojekte)
- Die sorgfältige technische, wirtschaftliche und rechtliche Prüfung eines Projekts oder einer Anlage vor Kauf, Finanzierung oder Beteiligung. Sie deckt Risiken bei Genehmigungen, Netzanschluss, Flächen und Wirtschaftlichkeit auf und schafft eine belastbare Entscheidungsgrundlage.
- Flächenentwicklung
- Das Auffinden, Sichern und Baureifmachen von Grundstücken für Energieinfrastruktur — inklusive Grundstücksakquise, Sicherung über Pacht oder Erbpacht, Klärung von Baurecht und Bebauungsplänen sowie Abstimmung mit Kommunen und Netzbetreibern.
- Genehmigungsengineering
- Die Planung und Aufbereitung aller technischen Unterlagen, die für behördliche Genehmigungen eines Energievorhabens erforderlich sind — etwa nach BImSchG oder Baurecht. Ziel ist ein genehmigungsfähiger Antrag, der Verfahren verkürzt und Rückfragen minimiert.
- Geothermie / geothermische Grundlast
- Die Nutzung von Erdwärme zur Bereitstellung von Wärme oder Strom. Anders als Wind und Sonne liefert Geothermie planbare Grundlast rund um die Uhr und ergänzt damit die volatile Erzeugung aus erneuerbaren Quellen.
- Kommunale Wärmeplanung
- Ein strategischer Planungsprozess, mit dem Kommunen den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung festlegen. Er analysiert den Wärmebedarf, verfügbare Quellen (z. B. Abwärme, Geothermie, Wärmenetze) und definiert Eignungsgebiete für den Ausbau.
- Ladeinfrastruktur / Ladehof
- Die Gesamtheit der Anlagen zum Laden von Elektrofahrzeugen — von einzelnen Ladepunkten bis zu Ladehöfen für E-Lkw mit Hochleistungsladung. Netzanschluss, Lastmanagement und oft ein Batteriespeicher entscheiden über Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit.
- Netzanschlussplanung
- Die technische Planung der Anbindung einer Anlage an das Strom- oder Gasnetz. Sie umfasst die Auslegung von Anschlussleistung und Verknüpfungspunkt, die Abstimmung mit dem Netzbetreiber sowie den Nachweis der Netzverträglichkeit — häufig der kritische Pfad im Projektzeitplan.
- Projektentwicklung (Energie)
- Der Weg von der Projektidee bis zur baureifen oder finanzierbaren Anlage: Standortauswahl, Flächensicherung, Genehmigungen, Netzanschluss, Wirtschaftlichkeitsberechnung und Finanzierungsstruktur werden zu einem umsetzbaren Vorhaben zusammengeführt.
- Rechenzentrum-Energieversorgung
- Die Versorgung von Rechenzentren mit gesicherter, bezahlbarer und möglichst klimaneutraler Energie. Dazu zählen eigene Erzeugung, Speicher und Netzanschluss ebenso wie die Nutzung der Abwärme, die in benachbarte Wärmenetze eingespeist werden kann.
- Regelenergie
- Kurzfristig abrufbare Leistung, mit der Netzbetreiber Abweichungen zwischen Stromerzeugung und -verbrauch ausgleichen und die Netzfrequenz stabil halten. Flexible Anlagen wie Batteriespeicher können Regelenergie bereitstellen und daraus zusätzliche Erlöse erzielen.